Auszüge aus dem Bericht des Geschäftsführers Werner Geidel für das Geschäftsjahr 2025

anlässlich der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes ODW-DI für OGL am 20. März 2026 im Grünen Baum in Bad König/Gumpersberg.

Die letzte JHV fand am 14.03.2025 statt.  Dieser Bericht für 2025 fasst zusammen, was in Vorstandsprotokollen und Mails über den KV-Mailverteiler weitgehend mitgeteilt wurde. Nähere Einzelheiten zu den meisten nachfolgenden Themen können dort nachgelesen werden. Der Mailverteiler umfasst z.Z. 49 Personen. Es ist mein letzter Bericht als Geschäftsführer. Ich werde, wie lange bekannt, für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stehen.

25.02.2025       Mitgliederversammlung des Landschaftspflegeverbandes Odenwald

Der Kreisverband ist durch Hans Helmut Börner im Vorstand vertreten. Weitere Mitglieder des KV waren bei der Versammlung anwesend. Im Herbst wurde eine zusätzliche Mitarbeiterin in Teilzeit eingestellt. Insgesamt sind es seither 3 Personen. Die erst Amtszeit des Vorstandes läuft 2026 aus. Es stehen dann bei der Mitgliederversammlung am 26.03.2026 Neuwahlen an. H.H. Börner wird dann nicht mehr für den Vorstand zur Verfügung stehen. Für seinen Posten werde ich kandidieren

14.03.2025:      Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes

 Guter Besuch, 11 von 13 Ortsvereinen waren vertreten. Ein besonderes Thema war die Situation des Streuobstes im Odenwald und die leider schon seit mehreren Jahren unbefriedigende Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung.

Werner Geidel und Hans Helmut Börner stellten zunächst einen Beitrag über die „Situation des Streuobstes im Odenwald“ vor.  [Erstellt für eine Biodiversitätskonferenz des ODW-Kreises.] Dann wurde über die vergeblichen Versuche berichtet, mit der Kreisverwaltung über eine Verbesserung dieses Zustandes überhaupt ins Gespräch zu kommen. Nach mehreren Anläufen/Erinnerung dauert es 16 Monate bis zu einem Gesprächstermin (am 21.01.2025) bei Landrat Matiaske. Das Gespräch  selbst war inhaltlich unbefriedigend. Eine Mitschrift/Zusammenfassung seiner Mitarbeiterin umfasste acht(!) Zeilen und beschränkte sich auf wenige der angesprochenen Themen. Mehr nachzulesen im Protokoll zur VS-Sitzung vom 29.01.2025.

Zur JHV war die Vorsitzende des Kreistagsausschusses „Umwelt, Klima, Naturschutz“, Eva Heldmann eingeladen worden und auch gekommen.

Offene Rückmeldungen aus der Kreisverwaltung auch noch Ende 2025

 Der Landrat hatte beim genannten Gespräch im Januar 2025, Antworten auf Fragen zur Förderungen der Obstbaumpflege angekündigt. Weiter sollten die Leiter zweier Fachabteilungen Kontakt zum Kreisverband aufnehmen, um dabei konkrete Themen zu besprechen. Bis zum Jahresende ist in allen Punkten nichts passiert.

Es ist in diesem Zusammenhang angebracht, schon  heute über den weiteren Fortgang ins Jahr 2026 zu berichten und nicht auf dem Jahresbericht 2026 zu warten.

Ich habe im Januar 2026, also ein Jahr nach dem Gespräch mit dem Landrat, sein Vorzimmer wegen der fehlenden Antworten/Rückmeldungen angeschrieben. Nach Monatsfrist gab es dazu weder eine Antwort, noch die gewünschte Eingangsbestätigung.

Auf eine neuerliche Erinnerung, jetzt mit Mail (15.02.2026) , reagierte sein Vorzimmer mit eine Mail (26.02.2026). Letztlich wohl nicht ganz unfreiwillig, denn Mails an eine öffentliche Einrichtung lösen eine automatische Eingangsbestätigung aus. Ein Schreiben des Landrats wurde jetzt angekündigt bzw. mit der Mail vorab schon mitgesendet.

 Es war weitgehend eine Wiederholung bekannter, alter Mitteilungen. Einer Antwort auf die wesentliche Frage (Absenkung der Mindesthöhe von Hochstämmen für eine Förderung in Ausnahmefällen) wurde ausgewichen. 

In der Mail der Mitarbeiterin war keine Rede mehr davon, dass – wie vor Jahresfrist angekündigt – Mitarbeiter der Kreisverwaltung auf uns zukommen würden. Nein, wir sollen jetzt diese Personen ansprechen. Uns wurden deren Namen, Telefonnummern, Mailadressen mitgeteilt, als würden wir diese Namen/Daten nicht kennen.

 Damit waren wir wieder am Anfang diese Geschichte. Begonnen hat sie im Sommer 2023. H.H. Börner und ich, hatten mit Herrn Heisel, dem Leiter der Abteilung Umwelt, Naturschutz und Landschaftspflege Kontakt aufgenommen. Am 21.09.2023  wurden mit ihm Streuostbeständen besichtigt.  Wir wollten Vorschläge für eine wirkungsvolleren Einsatz von Steuergeldern unterbreiten.

 Aber Heisel erläuterte uns, dafür nicht zuständig/bevollmächtigt zu sein. Er verwies uns an seine Chef, den Herrn Landrat.

 Jetzt – am 26.02. 2026 -  lässt der Landrat von seinem Vorzimmer auf besagten Herrn Heisel verweisen. Der Handlung ist nach 2 Jahren und 5 Monaten an dem Punkt angelegt, wo sie einmal  begonnen hat. Ein Handlung, die uns viel Mühe gemacht hat, hat sich, ohne ein Ergebnis zu bringen, im Kreise gedreht.

Unterstützung durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg (LADADI)

Im Gegensatz zum Odenwaldkreis unterstützt der LADADI den KV seit Fusion mit den Dieburger Vereinen mit einer jährlichen Geldzuwendung in Höhe von 850 Euro. Die letzten indirekten Zuwendungen des Odenwaldkreis, über die Ausschüttungen des PS-Los-Sparen  der Sparkasse Odenwaldkreis (Mehrheitseigentümer ist der Landkreis) wurden vor mehreren Jahren schon eingestellt.

Pflanzaktion Herbst 2025 und Beschaffung von Wurzelunterlagen

Vom Angebot der Pflanzenbestellung durch  den KV wurde nur wenig Gebrauch gemacht. 15 Pflanzen; überwiegend Busch-,  Halbstämme und Gartenobst. Für die Beschaffung von Hochstämmen wurde auf die Aktion der Kelterei Krämer hingewiesen, die deutlich kostengünstiger ist bzw. zusätzlich Pfahl und Stammschutz mitliefert.

Es wurden 37 Wurzelunterlagen bestellt, die 2026 ausgeliefert wurden. 

Zusammenarbeit mit der Kelterei Krämer bei deren Pflanzaktionen

Der KV unterstützt seit 10 Jahren die Kelterei Krämer bei deren jährlicher Pflanzaktion für Hochstämme bei der Pflanzenausgabe. Über 4000 Hochstämme wurden in den 10 Jahren ausgegeben. In diesem Rahmen wird auch die richtige Pflanzung bzw. einen Pflanzschnitt gezeigt (durch Hans Helmut Börner). Es konnten bis zu vier Hochstämme günstiger erworben werden. Mitgeliefert werden jeweils ein Pfahl und ein Stammschutz. Es wird empfohlen, sich rechtzeitig im Spätsommer 2026 über die Homepage der Kelterei zu informieren bzw. neue Bestellungen abzugeben.

Beschlussfassung Kompaktlehrgang

Das Interesse an Kursen zur Obstbaumpflege war und ist groß. Viele Ortsvereine bieten Schnittkurse an. Um eine Förderung aus dem HALM (Hess. Agrarumwelt) Programm zu erhalten, muss ein Kurs mindestens 8 Stunden umfassen. Der Veranstalter muss dazu auch von der amtlichen Förderungsstelle zugelassen sein. Der Kreisverband hat diese Zulassung.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand im Herbst 2025 den Beschluss für einen 2- 3 tägigen Kompaktkurs mit Theorie und Praxis gefasst. Der Kurs war schnell ausgebucht.  Über den Kurs selbst wird im Jahresbericht 2026 berichtet werden. 

Unterstützung Teilnahme am Fachwartkurs des Fördervereins Odenwälder Apfel

 Der KV hat wieder Teilnehmer aus Ortsvereinen mit je 80,- € unterstützt.

Naturschutzbeirat

 Der KV ist dort mit Hans Helmut Börner und Bernd Morgenroth vertreten. Gegenüber früheren Jahren hat die Zahl der Sitzung abgenommen.

Mitgliederzahlen

Dem Kreisverband gehören 13 Vereine. Neun aus dem ODW-Kreis und vier aus dem Landkreis DA-DI.  Die 13 Vereinen hatten zum Jahresende 2025  insgesamt 1452 Mitglieder; sieben mehr als im Vorjahr.

Während die Mitgliederzahlen bei den meisten Vereine sich nur gering nach oben oder unten bewegten, hatte der OGV Reichelsheim einen Zuwachs von 15 Personen.

 Vorstandssitzungen

 Es fanden in 2025  drei Vorstandssitzungen statt.

 

 

Pressenotiz Kompaktkurs Obstbaumpflege 2026


Der Kreisverband Odenwald-Dieburg für Obstbau, Garten- und Landschaftspflege hatte für die beiden letzten Samstage im Januar einen öffentlichen Kompaktkurs für Obstbaumpflege angeboten. Schnell hatten sich 22 Personen angemeldet, darunter viele Mitglieder aus den 13 Ortsvereinen, die dem Kreisverband angeschlossen sind. Eine nennenswerte Zahl von Teilnehmern ist im Rahmen des Kurses in einen der Vereine eingetreten.
Das Programm bestand aus einem Theorieteil zu den wichtigsten Wachstumsgesetzen, der Demonstration einer fachgerechten Baumpflanzung und einem Praxisteil für den Baumschnitt.
Das, was an diesen zwei Tagen an Wissen in kompakter Form weitergegeben wurde, ist nach Ansicht von Hans Helmut Börner (Reichelsheim), der den Kurs leitete, das Minimum dessen, was ein Hobby-Obstanbauer kennen sollte. Viele andere Themen wie Veredlung, Krankheiten oder Schädlinge konnten nur benannt werden. In der Fachliteratur, die den Teilnehmern übergeben wurde, können diese Themen nachgelesen werden. Nach dem zweiten Termin kam das Feedback der Kursteilnehmer, dass Sie vieles lernten und dieses Wissen jetzt einsetzen werden.
Auf Wunsch der Teilnehmer wird Ende März noch ein dritter Termin mit dem Schwerpunkt Mistelschnitt stattfinden. Zu diesem Thema werden zwar viele Aktionen durchgeführt, aber nicht immer mit dem nötigen Fachwissen. Vielerorts in der Öffentlichkeit herrscht die irrige Meinung, dass die Mistel unter Naturschutz steht.
Den Erhalt des Streuobstes im Odenwald sieht der Kreisverband als seine wichtigste, übergeordnete Aufgabe an. Seit dem Zusammenschluss mit dem früheren Dieburger Kreisverband erhält er auch dafür eine jährliche finanzielle Unterstützung des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Der Landschaftspflegeverband Odenwald fördert den Kompaktkurs durch eine Geldzuwendung.

                     

Zum Foto:

Es zeigt Hans Helmut Börner beim Einbau eines “ Spreizholzes“ zur Ausrichtung eines „Leitastes“. Beide Begriffe dürften den meisten Teilnehmern bis dahin nicht bekannt gewesen sein.
Die Leitäste bilden das statische Grundgerüst eines Baumes. Da sie selten in der idealen Form wachsen, gehört es zum „Erziehungschnitt“, die gewachsene Ausrichtung der Leitäste zu verbessern.
Das geschieht u.a. durch Hochbinden bei zu flachen Ästen bzw. Herunterbinden von zu steilen Ästen. Spreizen ist eine andere Methode um steile Äste nach unten zu drücken oder auch die seitliche Ausrichtung zu verändern. 

 

Einige Bilder vom Kursteil "Fachgerechte Baumpflanzung"

 

 

Eine großes Pflanzloch wurde ausgehoben, damit sich die Wurzeln des Baumes besser in der gelockerten Erde entwickeln können. Dazu gehört auch noch ein Wurzelschutz gegen Wühlmäuse und Egerlinge.

Nach dem Setzen des Jungbaumes und der Stabilisierung mit einem Pfahl demonstrierte H.H.Börner den Pflanzschnitt, der den wichtigen ersten Erziehungsschnitt darstellt.

Die Kursteilnehmer und der Kursleiter am Ende eines erfolgreichen Tages.

  

Betreff: Information zum Rindenbrand

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei eine Information zum Rindenbrand, der sich sehr stark in der Natur verbreitet hat.

Zur Zeit, gibt es keine Mittel gegen den Rindenbrand. Es ist zu empfehlen die Schnittstellen und Frostrisse mit einem Wundbalsam, das ein Fungizid gegen Schwärze-Pilze hat, zu überstreichen.

Mehr dazu, bei der nächsten Vorstandssitzung.

Bitte leiten Sie die Info an die Mitglieder im Verein weiter.


Mit freundlichen Grüßen
Hans Helmut Börner

Schwarzer Rindenbrand an Apfel- und Birnbäumen